Häufige Fragen
Wobei hilft die Akupunktur?
Die Akupunktur ist eine wirksame Therapie. Das zeigen wissenschaftliche und empirische Erkenntnisse. Besonders hilfreich ist die Akupunktur zur Therapie chronischer Erkrankungen, die sich mit der westlichen Medizin nicht ausreichend bessern lassen. Auch bestimmte akute Erkrankungen reagieren schneller auf Akupunktur als auf Medikamente. Nach Empfehlungen der WHO und der Forschungsgruppe Akupunktur eignen sich viele Erkrankungen zur Akupunkturtherapie. Sie finden diese auf der Indikationsliste.
Wie wirkt die Akupunktur?
Die Akupunktur wirkt über die Stimulation von Wachstumsfaktoren. Dies sind körpereigene Hormone, die die Regeneration/Heilung von Gewebe in Gang setzen. Wachstumshormone, die durch die Akupunktur stimuliert werden, fördern z.B. die Nervenregeneration (Ischialgie), die Regeneration von Zellen der Sehnen- und Knochenhaut, des Bindegewebes und der Gelenke. Durch die Wachstumsfaktoren erklärt sich die langfristige, häufig auch zur Ausheilung führende Wirkung der Akupunktur gerade bei chronischen Erkrankungen.
Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung der Akupunktur wird über Endorphine, Serotonin und Cortisol vermittelt.
Wie viele Akupunkturbehandlungen sind notwendig?
Dies hängt wesentlich von der Erkrankungesdauer ab. Bei akuten Erkrankungen sind 1-5 Sitzungen, bei chronischen Erkrankungen 10 – 20, in der Regel 15 Sitzungen erforderlich. Bei akuten Erkrankungen wird täglich, bei chronischen meist zweimal pro Woche behandelt.
Nach wie vielen Behandlungen bemerke ich eine erste Besserung?
In der Regel innerhalb der ersten 6 Sitzungen. Bei bestimmten Krankheitsbildern oder bei besonders lange bestehenden Erkrankungen kann eine erste Besserung auch erst nach bis zu 15 Sitzungen auftreten.
Hat die Akupunktur Nebenwirkungen?
Die aktuellen Forschungsergebnisse der Ruhr-Universität Bochum und der Forschungsgruppe Akupunktur (gerac - german acupuncture trials) bestätigen, dass die Akupunktur bei sachgemäßer Anwendung praktisch nebenwirkungsfrei ist.
Erwünschte „Nebenwirkungen“ einer Akupunkturbehandlung:
- Leichtes örtliches Kribbeln
- Wärme- oder Druckgefühl
- Hautrötung auf Grund vermehrter Durchblutung im Bereich der genadelten Punkte
- Im Anschluss an die Akupunkturbehandlung kann ein vermehrtes Schlafbedürfnis auftreten, da die körpereigenen Selbstheilungsmechanismen angesprochen werden.
Bei unsachgemäßer Anwendung kann es in ganz seltenen Fällen (1/500.000) zu Verletzungen der Lunge (Pneumothorax) kommen. Kleinere Blutergüsse können hingegen auch bei sachgemäßer Anwendung auftreten.
Ist Akupunktur schmerzhaft?
Nein - wenn hochwertige Einmalnadeln verwendet werden, merkt man den Einstich kaum. Außerdem ist die Erfahrung des Arztes für ein schmerzarmes Nadeln wichtig.
Wer bezahlt die Therapiekosten?
Alle Privatversicherer bezahlen die Akupunktur zur Therapie von Schmerzerkrankungen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Akupunktur bei Kniearthrose und chronischem Rückenschmerz. Eingehende Informationen erhalten Sie in der Praxis.
Kann die Akupunktur mit westlichen oder anderenTherapieverfahren kombiniert werden?
Ja, häufig ist dies sogar sinnvoll. Einen Therapieplan erstellen wir gemeinsam mit dem Patienten. Dies geschieht immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt! Insbesondere ist die Einnahme von Medikamenten - beispielsweise von Schmerzmitteln - in der Regel kein Hinderungsgrund für eine Akupunkturbehandlung. Wenn die Akupunktur anfängt zu wirken, können die Medikamente oft reduziert werden.
